Die Bahn in der Landschaft: Bühler bis Gais

Bühler

Weil eine Strasse schon besteht und die Steigungen auch mit schwer beladenen Pferdefuhrwerken überwunden werden können, stellen sich dem Bahnbau nach den „Hasenränken“ keine allzu grossen Schwierigkeiten mehr in den Weg. In Bühler verläuft die Strasse bereits so durch das Dorf, dass mit einigen Vorgarten-Korrekturen auszukommen ist. Grabarbeiten verursacht allerdings das Strahlholz. Glücklicherweise sind aber hier die geologischen Verhältnisse besser als im Wattwald.


Der Bahnhof Bühler in seiner ursprünglichen Form
Bild: Sammlung Holderegger,


Der Bahnhof Bühler nach Umbau
Bild: Sammlung Holderegger,


as besondere Bild: der Dampfzug in Bühler, daneben „s lang Gebüü“.
Bild: Sammlung Holderegger,

Strahlholz (Mundart "Strohlholz")

Das „Strohlholz“ bildet seit jeher „e strohligs Tobel“, das früher in der Höhe und mit vielen Auf und Ab umgangen wurde. Die Fuhrleute sollen von Bühler nach Gais — also aufwärts — fünfmal den Radschuh haben unterlegen müssen. Der heutige Strassenverlauf entstand 1808, also schon vor dem Strassen-Ausbau der 1850-er Jahre. Danach erlebte das Strahlholz erstmals für den Bahnbau, dann später noch zwei Mal in den Fels hinein eine Verbreiterung.


Der alte Karrenweg (links) und die 1808 gebaute Strasse im Strahlholz.
mit freundlicher Genehmigung H. Eggenberger, Heiden


arbeiten für den Bahnbau im Strahlholz.
Bild: Sammlung Holderegger


Die letzte Postkutzsche


Die erste Eisenbahn

Gais, vorläufige Endstation

Der Bahnbau auf dem Gebiet der Gemeinde Gais gestaltete sich vergleichsweise unspektakulär. Etwas eng wurde es lediglich bei der „Lochmühle“ wo die Kurven abgetragen werden mussten.

Etwas Besonderes ist der Bahnhof Gais. Er war Endstation und besass eine Drehscheibe, ungefähr dort, wo noch heute das hinterste Gütergleis endet.

Betreffend den Wasserbezug für die Lokomotiven wurde mit der Gemeinde Gais ein Vertrag abgeschlossen. Das zur Lokomotivspeisung nötige Wasser durfte bis zur Erstellung einer Wasserversorgung und so lange genügend Reserve für Feuerlöschzwecke vorhanden sein würde, aus der Hydrantenleitung gratis bezogen werden.


Bei Zweibrücken
Bild: Sammlung Holderegger


Der ursprüngliche Bahnhof Gais
Bild: Sammlung Holderegger


Bau des neuen Bahnhofs 1912
Bild: Sammlung Holderegger