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VORPROJEKT STRECKEN

In einem 43-seitigen Bericht mit 10 Plan-Beilagen und zahlreichen Abbildungen stellen im Mai 1905 die Ingenieure Louis Kürsteiner und Emil Strub im Auftrag des Säntisbahn-Initiativkomitees das Vorprojekt vor.
 


BAHNSYSTEM
 

Die Frage des Bahnsystems nimmt im Vor pro je kt bedeutenden Raum ein. Es wird zuerst untersucht, ob ein Dampf- oder Elektrobetrieb sinnvoll sei. Das reisende Publikum bevorzugt bereits den elektrischen Bahnbetrieb und die Betriebsausgaben dafür fallen wesentlicher günstiger aus als beim Dampfbetrieb. Zudem wird damit gerechnet, dass andere Bahnen in allernächster Zeit ebenfalls zum elektrischen Betrieb wechseln, und dass das im Bau befindliche Kleinkaftwerk in Wasserauen die Energie zu günstigen Preisen liefern wird.

Es werden drei Strecken unterschieden:
Die Talbahn, die Bergbahn und die Standseilbahn.

TALBAHN
 

Als Talbahn wird die Strecke Appenzell-Wasserauen mit Adhäsionsbetrieb bezeichnet. Das Trassee der Talstrecke ist so projektiert, dass nötigenfalls auch die beiden in Appenzell einmündenden Lokalbahnen bis Wasserauen fahren können. Deshalb werden Radien von mindestens 100 m und Steigungen unter 25 %o angeordnet. Sämtliche Stationen und Haltestellen sind mit Kreuzungsgleisen vorgesehen.

BERGBAHN

Die Bergbahn soll mit gemischtem Adhäsions- und Zahnstangenbetrieb von Wasserauen nach Seealp-Oberstofel fahren. Das letzte Teilstück der Zahnstangenstrecke von „Wald" bis „Seealpsee" würde in einem Tunnel verlaufen.

STANDSEILBAHN
 

Für die Standseilbahn sieht man im aufgelegten Projekt gemäss Situationsplan drei Sektionen und drei Umsteige stellen vor, nämlich Oberstofel,Meglisalp und Rossmad .Die Strecke Oberstsofel - Meglisalp würde im Bereich „Unter Strich" durch einen Tunnel führen.


Relief des Säntisgebietes mit der eingezeichneten Standseilbahn-Strecke

Situationsplan der Bergstrecke mit den drei Umsteigestellen Oberstofel, Meglisalp und Rossmad