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BAHNPROJEKTE

1875 taucht erstmals die Idee auf, den Säntis mit einer Bahn zu erklimmen.
Es zeigt sich, dass auch in der Bodenseegegend und in Süddeutschland Interesse daran besteht.
 


1887 entsteht ein ernsthaftes Projekt für eine Dampf-Zahnradbahn bis zur Wagenlücke Sobald Appenzell mit der Appenzeller Bahn erschlossen ist, wenden sich der Innerrhoder Landammann und Nationalrat Carl Justin Sonderegger (1842-1906) und Ingenieur Johann Ulrich Deutsch mit drei ehrgeizigen Bahnprojekten an die Öffentlichkeit.

PROJEKT 1 will das Appenzellerland von Altstätten her über Eggerstanden erschliessen.

PROJEKT 2 sucht den Anschluss an die Appenzeller Strassen-bahn in Gais.

PROJEKT 3 betrifft die eigentliche „Säntisbahn" und sollte bis zur Wagenlücke führen.

Schon Mitte Jahr erteilen die Bundesbehörden die Konzessionen für den Bau der drei Bahnprojekte. Die Finanzierung misslingt jedoch und die Konzession erlischt 1899.

1891 erarbeiten die Ingenieure Deutsch und Abt ein Projekt, in der die Bahn bis zum „Alten Säntis" führen soll. Die Finanzierung scheitert; es kommt nicht zum Konzessionsgesuch.

1897reichen Landammann Sonderegger und andere Idealisten ein neues Konzessionsgesuch ein. Eine „Tramway" soll zur Seealp führen, eine Drahtseilbahn von dort zur Meglisalp.

1905 Carl Sonderegger lässt zusammen mit Carl Meyer das Projekt Appenzell - Wasserauen - Säntis erneut umarbeiten. Nun soll eine Adhäsionsbahn nur bis Wasserauen führen, die zweite Sektion der Bergbahn als ZahnradStandseilbahn von Wasserauen bis zum Säntiskulm in drei Etappen. Die beiden Initianten lassen insgesamt acht Varianten planen. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei 4,5 Millionen Franken.


Gleichzeitig taucht die Idee auf, den Säntis von Appenzell -Weissbad aus, aber auf der Nordseite unter Benutzung des Wissbachtales über Eugst - Berndli zu erschliessen. Auch sie muss bald wieder fallen gelassen werden.

1907 Nun wollen die Ingenieure Emil Strub und Louis Kürsteiner ganz auf Standseilbahnstrecken verzichten. Die Bergstrecke Wasserauen-Säntis soll als durchgehende elektrische Zahnradbahn konzipiert werden, von Wasserauen bis zum Säntis. Die Stromkapazität würde nach der Vergrösserung des Elektrizitätswerkes in Wasserauen genügen. Auch dieses Projekt vermag nicht zu überzeugen.

Im gleichen Jahr taucht ein weiterer Vorschlag auf: Der Säntisgipfel soll von Appenzell aus via Steinegg-Schwarzenegg-Brülisau-Alp Soll-Fälenalp mit Zahnrad bis Häderen und ab dort via Tunnel durch den Altmann zum Rotsteinpass und über ein Viadukt erreicht werden. Die Idee wird nicht weiter verfolgt.

1908 Es kommt endlich ein eigentliches Ausführungsprojekt zustande. Verfasst von den Ingenieuren Louis Kürsteiner und Emil Ritter bezieht es sich nur auf die erste Bauetappe Appenzell-Meglisalp. Die Strecke Meglisalp-Säntis soll später geplant werden.

1909 erteilt die Bundesversammlung die Genehmigung der erneuten Konzessions-Änderung.

1910 Die Finanzierung des Projektes mit etwa CHF 3'65o'ooo.- misslingt. Man beschliesst, wenigstens eine erste Sektion von Appenzell bis Wasserauen zu bauen.

Aus dem gleichen Jahr 1910 stammt eine von Carl Meyer 1908 in Auftrag gegebene Studie für eine ziemlich abenteuerliche Idee: Eine Luftseilbahn (wohl eher eine Art Sesselbahn) soll Touristen von Wasserauen über Seealp, Meglisalp, Rosteinpass und Lysengrat zum Säntis bringen.